Donnerstag, 17. Juli 2014

So geht die Angie...

Karikatur: Heiko Sakurai, proudly presented

Montag, 14. Juli 2014

Übrigens, nach der WM...

Karikatur: Berndt A. Skott, proudly presented
... sind wir nun als Weltmeister etwas Besseres? Natürlich nicht. Wir haben bei einem Kick-Turnier, das Kontinente verbindet, bis zum Schluss feiern dürfen, mehr nicht. Wie gut wir als Menschen sind, zeigt sich anders.

Karikatur: Thomas Plaßmann, proudly presented

... kann man Mario Götze, der vom BVB auf die Ersatzbank von Bayern München wechselte, eigentlich noch böse sein? Nein, aber nicht, weil er dieses technisch fantastische Weltmeister-Tor schoss. Sondern weil er beim Pokal-Holen und Abfeiern auf dem Rasen die ganze Zeit das Trikot des kurz vor WM-Start verletzten früheren Teamkameraden Marco Reus durchs Stadion trug. Das war eine feine Geste.

... kann man Lukas Podolski, den kölschen Prinzen und Humor-Akrobaten, weiterhin veralbern? Wenn man gesehen hat, wie er - lange nach dem Abpfiff - ganz allein im schon fast leeren Maracana-Stadion mit seinem anscheinend talentierten Sohn Louis kickte, während in den Katakomben schon die Post abging. Großartiger Papa.

... kann Integration wirklich so schwer sein, wenn hier unter meinem Balkon die Kids ausländischer Mitbürger schon Tage vor dem Finale ausgelassen miteinander kickten und dabei Deutschland, Deutschland riefen? Beeindruckend. Kinder sind Zukunft.

Freitag, 11. Juli 2014

Finale ... die Päpste spielen schon

Die Anregung kam von Gerd Pater vom tollen Blog Neheims-Netz. Er schrieb mir per Mail, dass er bei Google vergeblich Zeichnungen gesucht hätte: Papst Argentinien vs. Papst Deutschland. Ihm schwebe da so eine Kicker-Szene vor. Hier meine Umsetzung:

Högschde Fairness: Die Päpste aus Argentinien und Deutschland nehmen's sportlich.
Karikatur: Karlheinz Stannies



Mittwoch, 9. Juli 2014

Deutschland-Brasilien

Das Spiel gegen Brasilien machte sprachlos. Sogar die Lautsprecher von BILD titelten: Ohne Worte. Zeichnern wie Berndt A. Skott gehen dagegen die Striche nicht aus, proudly presented:

Karikatur: Berndt A. Skott

... und Heiko Sakurai dachte sofort über die historische Dimension des 7:1-Sieges nach, proudly presented:

Karikatur: Heiko Sakurai

Montag, 7. Juli 2014

Troll-Alarm in Leser-Foren

Manche dachten: Man braucht nur das Internet, also die breite Vernetzungsmöglichkeit untereinander, und schon wird die Welt besser. Mehr Teilhabe und Diskussion, mehr Wissen und Verständnis, mehr Meinungsfreiheit und Demokratie, kurz: mehr Friede, Freude und Eierkuchen. Und das ist ja auch so, zumindest in guten Ansätzen. Ja, da hatten die Internet-Gurus schon Recht. Inzwischen weiß man aber auch: Die Propheten haben nicht alles erwähnt. Oder nicht alles bedacht: Das Internet fördert nicht nur die guten Dinge. Es ermöglicht totale Überwachung, Mobbing und Hasspredigten, zu oft ohne Folgen für den Bösewicht. Und es gebiert Trolle.

Troll-Alarm
Karikatur: Karlheinz Stannies
Trolle finden sich überall, wo im Netz diskutiert wird; vor allem dort natürlich, wo dies weitgehend anonymisiert geschieht. Trolle gibt es auch in den Leserforen von Online-Medien. Journalismus muss mit den Lesern, Sehern, Hörern in einen schnellen und direkten Dialog treten - darüber sind sich heute alle einig. Das klappt auch. Aber diese Foren sind einladende Spielwiesen für Trolle. Sie verpesten dort grinsend die Diskussion, verschrecken andere. Und die Winz-Redaktionen kommen mit dem Löschen kaum noch nach.

Stefan Plöchinger von der Süddeutschen findet nun: "Wir haben einen Fehler im System. Nämlich in den Foren der Meinungsseiten. Wir müssen den Leserdialog neu denken." Sein Blogbeitrag Besser reden mit unseren Lesern stößt eine überfällige Diskussion an. Plöchinger will "mit der Foren-Strategie der meisten Nachrichtenseiten ins Gericht gehen: Warum schaffen wir und andere es kaum, gutwillige Diskutanten vor böswilligen zu schützen? Was tun gegen schlechte Stimmung und für bessere Leserbeteiligung?"

Plöchinger nennt die Trolle gern Pöbler. Und fürchtet, dass in jedem von uns einer stecken könnte. Weil die Firnis der Zivilisiertheit halt so dünn ist. Und wenn man dann, unerkannt und ungesehen, die Sau rauslassen kann: Online-Enthemmung.

Der SZ-Mann kommt aber auch zu praktischen Dingen: Warum zu jedem Thema debattieren lassen? Wären stattdessen reine Debatten-Foren besser, die auch gezielter zu moderieren wären? Plöchinger und seine Kolleginnen und Kollegen denken über neue Arten von Leserdialogen nach. Mit Salons für Streitkultur statt Kneipen mit Schreikultur, wie er schreibt. Ich kann nur sagen: Lesen Sie seine Anregungen, es lohnt sich.
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Nachtrag:
Netzexperte Christoph Kappes meint dazu: Nein, man müsse Das Erbrochene betrachten. Und da ist sicher auch etwas dran. Natürlich ist jede Meinung wichtig. Ich halte nur eines dagegen: Es geht nicht um ungelenk formulierte oder unqualifizierte Meinungen oder einfach nur Unausgegorenes - es geht um durchdachte Verletzungen knapp an der Grenze zum Justiziablen und bewusst auf Debattenzerstörung angelegte Beiträge, oft nur so zum eigenen Spaß. Da sind meist eben nicht die Unerfahrenen und Ungelernten am Werk.

Noch 'n Nachtrag:
Lesen Sie bitte dazu auch Meine Tage im Hass von Andrea Diener im FAZ Feuilleton.




Samstag, 5. Juli 2014

Übrigens...

... sucht das frisch gegründete Investigativbüro correctiv von David Schraven noch Mitarbeiter, siehe hier. Bei Wer wir sind werden schon einige Macher vorgestellt, z.B. Annika Joeres, David Crawford und Daniel Drepper sowie Bastian Schlange, den man von der Wattenscheider Schule und ihren Selbstversuch-Reportagen kennt. Über correctiv hatte ich hier etwas geschrieben.

Foto: DJV NRW / Christian Esser
... fand ich die Aktion mit WDR-Freien gegen Rasenmäher-Kürzungen geil, die der DJV kürzlich vor der außerordentlichen Personalversammlung des WDR machte: Die Kolleginnen und Kollegen packten einen Rasenmäher in den Müllbeutel. Aussage der Symbol-Tat: Wenn schon sparen, dann mit Sinn und Verstand. Dazu gab es giftig-grüne Bonbons: Der Drops ist noch nicht gelutscht. Bericht: hier.

... bin ich sehr stolz, dass meine Gewerkschaft - genauer: der DJV NRW - jetzt zur Mitgliederwerbung mein Buch Du bist nicht allein mit vielen Karikaturen und Glossen zur Medienwelt einsetzt. Wer ein neues Mitglied wirbt, bekommt eins.

... laufen hier jetzt auch Anzeigen. Ja, ich weiß. Aber ich bin noch jung und brauche das Geld. Wer mein Blog unterstützen möchte, kommt öfter - und klickt vielleicht sogar mal drauf. Oder drückt den Flattr-Knopf. Bin gespannt, wie viele Pennies zusammenkommen.


Donnerstag, 3. Juli 2014

Meckeracker... im Spiel wie nach dem Spiel

Karikatur: Heiko Sakurai
Karikaturisten kommentieren mit Tusche. Wenn das klappt, was Heiko Sakurai oben auf den Punkt gebracht hat, dann könnte Angela wohl bald wieder publikumswirksam losschwirren, wie es Berndt A. Skott unten zeichnete. Beides proudly presented.

Karikatur: Berndt A. Skott